Schluss mit lustig

Jetzt!

Bundesweite Aktionen bei Molkereien & Schlachthöfen

Am 11.11.2020 haben in ganz Deutschland Bäuerinnen und Bauern
ihre Forderungen an ihre Verarbeiter, die Molkereien und Schlachtbetriebe, übergeben.
Am 19.11.2020 haben sie die Antworten ihrer Verarbeiter persönlich abgeholt!
Ab 03.12.2020 werden wir aufgrund der unzureichenden Antwort der Verarbeiter nochmal den Druck erhöhen.
Am 22.12.2020 folgen die nächsten Nadelstich-Aktionen.

Worum geht’s?

Schluss mit lustig – uns geht die Luft aus!

Einen ersten Vorstoß haben die Bäuerinnen und Bauern Ende Oktober/Anfang November mit dem Besuch bei Zentrallagern des Lebensmitteleinzelhandels bereits gemacht.

Dabei kann es allerdings nicht bleiben!

Insbesondere die Situation der tierhaltenden Betriebe erreicht angesichts niedrigster Erlöse und davon galoppierender Kosten längst wieder existenzbedrohende Ausmaße. Im Milchbereich beispielsweise bleiben derzeit – ähnlich wie im extremen Krisenjahr 2016 – rund ein Drittel der derzeitigen Kosten ungedeckt, während die Anforderungen an die Betriebe und damit auch die Kosten weiter steigen.

Im Rahmen des Milchdialogs haben sich die mitwirkenden Verbände und Organisationen nach vielen Gesprächen auf gemeinsame Aktionen bei ihren unmittelbaren Marktpartnern, den Verarbeitern, verständigt und wollen diese gemeinsam und solidarisch mit ihren Kollegen aus dem Fleischbereich durchführen. Weitere Aktionen sollen folgen.

Logo BDM - Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e. V.
Logo LSV Deutschland Milchgruppe
Logo AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V.

Wer sind wir?

Am Milchdialog wirken folgende Verbände und Organisationen der Erzeuger mit:

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter BDM e.V., die Milchgruppen von LsV Land schafft Verbindung, die Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft AbL e.V., die Freien Bauern, das European Milk Board EMB, die MEG Milch Board w.V.,  unterstützt auch von der Bauern & Land Stiftung.

Warum der Aktions-Vorstoß aus dem Milchdialog?

Bereits seit März gibt es im Milchbereich einen vertieften Austausch unter den Verbänden und Organisationen der Erzeuger. Daher konnte man sich hier relativ leicht auf gemeinsame Forderungen verständigen.

Es sind aber bei weitem nicht nur die Milchviehhalter, die um ihre Existenz kämpfen. In allen tierhaltenden Bereichen brennt die Hütte! Besonders betroffen ist aktuell auch der Schweinesektor.

Unser Ziel ist: Bäuerinnen und Bauern aus den verschiedenen Sektoren überbringen zusammen – verbands- und sektorenübergreifend – ein gemeinsames Forderungspapier an die unterschiedlichen Verarbeitungsunternehmen im Milch-, wie auch im Fleisch-/Schlachtbereich.

Die aktuelle Preissituation ist ruinös für alle tierhaltenden Betriebe – das wollen wir damit zum Ausdruck bringen und uns solidarisch zeigen.

Logo Freie Bauern
Logo EMB - European Milk Board
Logo Milch Board

Was ist geplant?

Wir treten mit konkreten Mehr-Preisforderungen an unsere Verarbeiter heran. Begonnen haben wir am 11.11.2020. Weitere Aktionen folgen!

Wir brauchen sofort höhere Erlöse, wenn wir unsere Betriebe und eine (noch) vielfältig strukturierte, in der Region verankerte Landwirtschaft erhalten wollen.

Den Teilnehmern des Milchdialogs ist bewusst, dass mehr als eine Forderung an die Verarbeiter, die Molkereien und Schlachtbetriebe, nötig ist, um längerfristig wirklich gewinnbringende Preise über den Markt zu erreichen. Dafür braucht es entsprechende Rahmenbedingungen von der Politik und Initiative von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette – vom Handel bis zu den Landwirten selbst.

Auf politische Lösungen aber können die Bäuerinnen und Bauern in der aktuellen Situation nicht warten. Die Verarbeiter (Molkereien, Schlachtunternehmen etc.) sind unsere direkten Marktpartner, sie nehmen unsere Produkte ab und bezahlen uns. Wir verhandeln nicht mit dem Lebensmitteleinzelhandel, das tun unsere Verarbeiter. Sie ermöglichen den Handelskonzernen mit ihren „günstigen“ Kontraktangeboten den billigen Einkauf von Milch und Fleisch. Sie geben der Politik das Versprechen, mit Branchenlösungen und ohne politische Veränderungen der Marktrahmenbedingungen das wirtschaftliche Desaster der Bäuerinnen und Bauern beenden zu können. Unsere Verarbeiter sind in der Lage, auch kurzfristig mehr Wertschöpfung für die Bauern zu realisieren. Und wir brauchen schnell höhere Erlöse! Im Milchbereich brauchen wir für 100 % unserer Milch mehr Geld – nicht nur für die 37%, die an den Lebensmitteleinzelhandel gehen!

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